Andreas Rucks für #kkl31 „Orientierung“
Sie haben ihr Ziel erreicht
Immer genauer, immer perfekter
so soll es für uns leichter werden.
Doch vergessen wir uns selbst,
und unsereins bleibt allein auf Erden.
Denn den Kopf strengen immer weniger an,
so ist es mit Technik ja viel leichter.
Dabei kommen Ergebnisse auch dank Chat GPT,
nur sind die Ausarbeitungen viel seichter.
Ob links, ob rechts, es ist einfach egal,
der Plan kommt von künstlicher Intelligenz,
eigene Meinungen und Gedanken,
sind sie heute etwa nonsens?
Augen auf
Wohin es geht,
kaum einer es versteht.
so weiß nur der Wind,
wo wir wirklich sind.
Bekannte Strecken
birgen wenig Schrecken,
doch ein anderer Untergrund
könnt‘ kommen zu jeder Stund.
Und lässt uns fallen.
Wenn es nur so einfach wär‘
Ob Mann, ob Frau,
bei manchem weiß man es nicht genau.
Früher entschied es ein Blick
hinein in den Schritt.
Heute ist es das Gefühl,
manches ist im Kopf gar schwül.
Bei manchen zeigt es ein Bluttest
und so stellt man schnell fest,
wie viele Hormone im Körper schwirren
und so die Empfindungen verwirren.
Doch kommt ein Divers dazu
haben alle Geschlechter endlich Ruh?
Der rote Faden
Was ist das nur für ein seltsam Stück,
ist rot, dünn und lang,
für manche bringt es gar das Glück,
anderen wird nur angst und bang.
Er soll helfen im Leben,
zeigen, was uns wichtig scheint,
soll uns Richtung geben,
oder was das Schicksal so meint.
Andere sehen ihn nicht einmal,
wenn er sich um ihren Hals windet,
und rennen ganz fatal,
gen Abgrund, als wenn dieser so verschwindet.
Andreas Rucks, 1979 in Stollberg/Erzgebirge geboren, Erzieher in einer Kindereinrichtung in Aue-Bad Schlema. Abitur 1998 am Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg in den Leistungskursen Mathematik und Physik. 2005 veröffentlichte er sein erstes Buch „Träume und Realität – poetische Texte“. Seitdem sind zahlreiche Texte in Anthologien veröffentlicht worden. Herausgeber des Kochbuches „Essen im Schulprojekt- mit vollem Bauch lernt es sich besser“ (2009). Wohnhaft ist er in Schwarzenberg OT Bermsgrün bei seiner Familie (2 Söhne). 2015 stand eine Veröffentlichung der etwas anderen Art an: „Die Straßennamen der Stadt Aue – einer Stadt mit vielen Bezeichnungen“, ISBN 978-738658033, bei der er als Herausgeber für die Kinder des Hortes „Auer Weltentdecker“ einsprang. 2020 wurde „Menschen für Texte begeistern – Schreiben macht Spaß“ bei epubli veröffentlicht (ISBN 9783753125657). Derzeit steht eine Buchveröffentlichung aus, an der fleißig gearbeitet wird, unter dem Titel: „Poesie braucht Zeit – Gewachsen aus dem Nichts“ (Lyrikband).
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