Der Keim, der Sinn…und Sonnenschein

Sascha Schindler für #kkl32 „Keime des Sinnvollen“




Der Keim, der Sinn…und Sonnenschein


Keime. Reime und der

Sinn.

Sinn, der voll und voller

Sinn, sich wiederholend übertreibt.

Keimzelle seiner Selbst, zu werden droht;

Als sinnender Selbstzweck selbiger Sippe,

Und Suche säend- süchtiger Saat.

Aufgehend mit wohlmeinendem Sonnenschein,

Lässt ein Blick in die Sonne leicht erblinden

Der Blick in Sinneswelten um Welten,

Welten allerdings binden. 


Wo bleibt nun dieser

Sinn, der Keim?

Versteckt hinter soviel Wort und Reim?

Da muss doch einer sein!

Das muss wird Pranger und auch Richter,

Es sprach doch jemand von…(Oh. Hör, da spricht´er…)

Sinn ist sinnvoll, Wasser weise,

Wenn frische Äpfel essen sich schön leise.

Essen muss ich, scheißen auch

Doch wer erklärt mir diesen Brauch?

„…Frisch und schön und leise?“,

Der hat doch eine Meise!

Die Antwort kam erneut von hinnen

Und blieb den Sinnen auch nicht drinnen:  

Alternativ kannst Du mit mir paktieren,

Den Tell zum Teller ganz gravieren, 

Ein Apfel auf das Haar dir legen

Und beim Durchschuss sinnend Segen wägen.

Und wenn du nicht inmitten triffst?

Mir Gurgel jäh durchbohrst?

Steh ich verloren, während du verschiffst

Mich hölzern zum dichten, dunklen Forst.

Macht es nun ein Sinn, 

Nachzudenken was der Vorschlag sollte?

Ich dachte nur er wollte

Ins Schwarze treffen- und das ganz weis´.

Lassen wir den Schabernack,

Erkläre dich, du Sack!

Apfel, Birne und ein Kopf

Sinnend Keim als Spitze

Erklärung fasst Du nun am Schopf

Und denkst ich mache Witze?

Du bist ein mieser Schütze, 

Verlangst von mir Tribut

Du stehst in einer Pfütze

Und Blitze suchen Wut! 

Es war als hät` das Sinneswandeln

Den Guten übermannt:

Er bog den Bogen zu einem Handeln;

Zum Ziele die Stimme, die sich ihm fand.

Er schoss wie wild

(Und wurde noch wilder)

Redend bald von Gespenstern

Er suchte, fluchte;

(Nur langsam wurde er milder)

Und sah in seinem Bild:

Ein Apfel liegen, grün und groß.

Das… ein Apple sei mein zugeteiltes Los?

Er biss schnurstracks hinein,

Der Sinn fand ihn allein,

Mampfend dicke Brocken beißen;

Nunmehr weder großen Sprüche reißen

Noch die Ziele wähnen, 

Es war er würd` mit weißen Zähnen

Passend in ein Guss gegeben

Der Laut dabei ein Klang zum leben

Die Rechnung ging ihm auf: 

Das Sonnenlicht nahm seinen Lauf.

Bis Nacht es wurde; Schlafenszeit.

Und jener träumte von der Eitelkeit.


Ein Sinn kommt mit den

Einzelheiten, ginge mit

Verhängnis.

Im Einzelnen wär` zu achten, das

Die Sinne Frachten machten und

Reizend reisend rot sich färbten, wenn der

Sonnenschein- nicht ganz allein-

Kein langen Eindruck hinterlässt.

Es keimt der Sinn als Fest.




Sascha Schindler, Jahrgang 1982, lebt ledig in Niedersachsen.

Obwohl Schindler bereits mit 16 begann, sich intensiver mit eigenen Gedichten und Kurzgeschichten auseinanderzusetzen, entschied er sich, Wirtschaftsingenieurwesen in Göttingen zu studieren. Fünf Jahre lang arbeitete er daraufhin als Senior Consultant in verschiedenen Branchen der Industrie und machte sich dann als freier Unternehmensberater und Coach selbstständig. Jetzt, nicht mehr regelmäßig arbeitend, widmet er sich, so gut es geht, seiner Leidenschaft.

2022 veröffentlichte Schindler „Gedichte – Lyrische Versuche und die Endlichkeit“. Mit „Quartett Adrett“ und „Auf der Brücke“ folgten daraufhin zwei Novellen.

Schindler ist nicht nur begeisterter Musikhörer und Konzertgänger, sondern spielt auch selbst Gitarre und arrangiert kleinere Stücke.

Weitere Informationen zum Autor und seinen Büchern unter (ISBN): 9783757546298, 9783757543822, 9783754978856, 9783757581305.






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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