komplexuum mobile

Konstantina Maria Hornek für #kkl25 „Raum“




komplexuum mobile

Hilfssatz 3

Ein bewegter oder ruhender Körper musste zur Bewegung oder Ruhe von einem anderen Körper bestimmt werden, der ebenfalls zur Bewegung oder Ruhe von einem anderen bestimmt war, und dieser wiederum von einem anderen, und so fort ins Unendliche. – Spinoza


rauf, links, runter, rauf, rechts,

gebremst, geschoben, an land gequetscht

bis die eigene geschwindigkeit verloren

in wind- und aquarhythmen zwischen

mensch und mauer.

treppen über brücken –

stillschweigend ächzen sie

in regelmäßiger unregelmäßigkeit,

das wasser gedrückt gegen moosige wand

plantsch, zisch, blup und hup.

feuchte oberflächen

fischig gekitzelt und salz –

„attentione“ in grün hinter der marktstandschlange.

kaum merkbar im gassennetz die bö,

die sonst gierig an die kopfhaut gedrängt.




Konstantina Maria Hornek, aus und in Wien. Das (Gedichte)-Schreiben erlaubt ein Spielen mit Sprache und tieferes Eintauchen in die eigene Umgebung und Wahrnehmung. Studium in Kultur- und Museumswissenschaft.






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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